MMP TECHNOLOGY (Micro Machining Process) und Spiegelglanz

Um den Spiegelglanz zu erreichen, müssen sämtliche Rauheitsgrade vollkommen eliminiert werden. Genau das ist die Haupteigenschaft der MMP TECHNOLOGY.

MMP TECHNOLOGY eignet sich speziell zum Erreichen von Spiegelglanz, weil dieses Verfahren die verschiedenen Rauheitsgrade filtrieren kann (siehe Schema unten).



Die MMP TECHNOLOGY bringt viele Vorteile mit sich um Spiegelglanz zu erreichen, sie hat jedoch auch ihre Grenzen. MMP TECHNOLOGY entfernt die diversen Rauheitsgrade (Frequenzen) einzeln. Zum Erlangen des Spiegelglanzes wird deshalb wesentlich weniger Material abgetragen als durch herkömmliche Methoden.

Die perfekte Kontrolle des Abtrags stellt den großen Vorteil des MMP TECHNOLOGY-Verfahrens gegenüber klassischeren Methoden dar. Der durch die MMP TECHNOLOGY erreichte Spiegelglanz erhält das Original-Design besser, rundet die Kanten und Ecken weniger ab und ist für komplexere Formen besser geeignet – kurz: der Materialabtrag ist bedeutend präziser.

Da es sich bei derMMP TECHNOLOGY-Verfahren um einen isotropischen Vorgang handelt (alle Stücke werden identisch behandelt), eignet sich diese Technologie nicht zum Ausgleich individueller Formfehlern (Tieffrequenzen).

MIMBei derartigen Fehlern muss sehr viel Material abgetragen werden. In Folge würde wegen der isotropischen Bearbeitung durch die MMP TECHNOLOGY an allen Oberflächen des Werkstückes zu viel Material entfernt werden. Somit wird der Vorteile der homogenen Behandlung in diesem speziellen Fall zum Nachteil (Abrundung des Stückes, Designverlust).


Spiegelglanz wird allgemein für Medizintechnik oder Kunststoff-Spritzguss verlangt.

Bei den beiden letzteren Anwendungsgebieten kann für Spiegelglanz die MMP TECHNOLOGY trotz Korrektur von Formfehlern angewandt werden.

Tatsächlich ist bei Spritzgießwerkzeugen oder bei medizinischen Anwendungen der Materialabtrag nicht limitiert. Hier kommen keine Edelmetalle zum Einsatz und der Zugang zu sämtlichen Oberflächen ist meist gegeben. Geringste Änderungen der Geometrie können akzeptiert werden.

In beiden Fällen kann MMP TECHNOLOGY für den Spiegelglanz aus folgenden Gründen also dennoch in Betracht gezogen werden: Termin- und Kostenkontrolle, verbesserte technische Eigenschaften und Gleichförmigkeit.

MIM- oder CIM-Werkstücke müssen mindestens porenfrei sein, um mit MMP TECHNOLOGY auf Spiegelglanz poliert zu werden.

Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass sich der durch die MMP TECHNOLOGY-Verfahren erzielte Spiegelglanz von denen der Konkurrenz in folgenden Punkten unterscheidet: geringerer Materialabtrag, Form und Design bleiben unverändert, Verbesserung der technischen Eigenschaften des Werkstücks, Homogenität und Reproduzierbarkeit des Verfahrens, Formzugänglichkeit sowie Termin- und Kostenkontrolle.
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